Familiengeschichte
Die Zeit rennt. Das stellten die Schülerinnen und Schüler aus Kriegstetten in ihrem Theaterstück dar. Sie übernahmen die Rollen von frechen Kindern, überbesorgten Eltern und schwerhörigen Grosseltern und befassten sich mit Fragen wie: Was macht eine Familie aus? Welche Rollen gibt es in Familien?
5. Klasse, Kriegstetten
Leitung: Anja Kurth
Theaterpädagogin: Manuela Glanzmann
«Jede Familie hat ihre Spezialität» – dieser Satz war wie der rote Faden des Stücks. Zu Beginn betraten die Grosseltern die Bühne und unterhielten sich. Dies führte allerdings zu einer Katastrophe, da alle schwerhörig waren und über unterschiedliche Dinge sprachen. Anschliessend betraten die «Kinder» den Spielplatz und stritten sich um Spielzeug. Als Letztes kamen dann noch die Eltern, die fast alle sehr besorgt waren, weil ihre Kinder ohne sie im Lager waren. Allerdings gab es auch dort Ausnahmen: Während die meisten ohne Unterbruch über ihre Kinder redeten, feierten andere eine Party, da sie endlich nicht mehr so viel zu tun hatten.
In der nächsten Szene betraten alle drei Generationen gleichzeitig die Bühne, und es zeigte sich, welche Gedanken die verschiedenen Personen hatten. So meinten die Kinder: «Ich darf heute noch rausgehen» oder «Meine Eltern sind immer für mich da.» Die Eltern hingegen sagten Dinge wie: «Ich muss heute noch Wäsche machen» oder «Mein Kind räumt nie sein Zimmer auf.» Die Grosseltern wiederum dachten nur an ihre Enkel: «Meine Grosskinder sind die besten» oder «Meine Grosskinder sind immer nur am Handy.»
Anschliessend stellten die Schülerinnen und Schüler dar, inwiefern sich Familien unterscheiden. Eine Familie wiederholte beispielsweise immer wieder denselben Tag. Eine andere hatte ein Problem, da der Grossvater schwerhörig war und der Enkel ein übersensibles Gehör hatte, sodass ihm alles zu laut war. Eine Familie konnte sogar die Zeit einfrieren. Eines hatten allerdings alle Familien gemeinsam: Sie wurden zu einer Geburtstagsparty auf Schloss Waldegg eingeladen.
Als sie dort eintrafen, konnten sie nicht feststellen, wer das Geburtstagskind war oder wo es sich befand. Sie entschieden sich trotzdem zu singen und genossen den Moment so sehr, dass sie sich wünschten, die Zeit anhalten zu können. Zum Glück hatte eine Familie diese Möglichkeit und tat dies auch. Die Moral der Geschichte war allerdings, dass dies im echten Leben leider nicht möglich ist und man deshalb jeden Moment geniessen sollte.
Kommentar von Anja
Ich finde es sehr schön, wie die Kinder aus sich herauskommen konnten, und man merkte, wie viel Freude ihnen das Spielen bereitete. Zudem konnte man der Geschichte sehr gut folgen, besonders weil alle Generationen vertreten waren.
Text: Anna Reber, Kantonsschule Solothurn
Fotos: Rea Thalmann & Thanusjan Velupillai, Kantonsschule Solothurn