Es geschah im Zug
Was als gewöhnliche Zugfahrt beginnt, entwickelt sich plötzlich zu einem Kriminalfall. Verschiedene Personen treffen sich in einem Zug, als es auf einmal zu einer technischen Panne kommt. Kurz darauf wird wertvoller Schmuck gestohlen. Obwohl der Dieb schnell entlarvt wird, nimmt die Geschichte eine überraschende Wendung.
Oberstufe Freikurs 2, Solothurn (Schützenmatt)
Leitung: Mirco Koch
Theaterpädagogin: Martina Mercatali
Das Stück «Es geschah im Zug» wurde als Abschlussprojekt Sekundarschülerinnen Emma und Yamina geschrieben. Die beiden haben nicht nur Regie geführt, sondern auch mitgespielt.
Ich denke, jeder von uns ist schon einmal mit einem öffentlichen Verkehrsmittel gefahren. Meist verläuft die Fahrt ruhig und unspektakulär. In diesem Theaterstück ist das jedoch ganz anders. Eine gewöhnliche Zugreise wird plötzlich von einem mysteriösen Diebstahl überschattet.
Zu Beginn der Aufführung befinden wir uns an einem Bahnhof. Die verschiedenen Figuren treten nacheinander auf die Bühne und stellen sich kurz vor. Zu den Personen gehören zwei Medizinstudentinnen, eine ältere Dame, ein Fussballspieler, eine Detektivin, ein Architekturstudent und eine weitere Passagierin.
Anschliessend steigen alle in einen Zug ein. Die ältere Dame setzt sich auf einen freien Platz und bittet eine Passagierin, etwas zur Seite zu rutschen, damit ihr Hund Bello gegenübersitzen kann. Das Merkwürdige daran ist, dass niemand den Hund sehen kann. Im Verlauf der Fahrt wechselt die Dame ständig das Abteil. Dadurch wird deutlich, dass sie verwirrt wirkt und gesundheitlich nicht mehr ganz fit ist.
Plötzlich geht das Licht aus. Sofort werden alle nervös und ein grosses Durcheinander entsteht. Einige Passagiere erschrecken sich. Eine Frau schreit, weil sie das Gefühl hat, berührt worden zu sein. Eine andere ruft laut: «Spinne, Spinne!». Als das Licht wieder angeht, folgt der Schock: Mehrere Wertgegenstände wurden gestohlen. Dem Fussballspieler fehlt seine Rolex, einer Studentin ihre Dior-Ohrringe. Alle reden gleichzeitig und die Stimmung wird immer hektischer.
Die Detektivin erkennt schnell, dass es sich um einen Diebstahl handelt. Als sie diesen Verdacht laut ausspricht, führt das zu einem Riesen Tumult. Daraufhin befragt die Detektivin die einzelnen Personen und sucht nach Verdächtigen. Besonders der Fussballspieler und die Medizinstudentinnen geraten unter Verdacht. Die ältere Dame wird wegen ihres Alters und ihres verwirrten Verhaltens ausgeschlossen.
Beim Umsteigen in den nächsten Zug passiert jedoch etwas Unerwartetes. Der älteren Dame fällt ihre Tasche auf den Boden. Dabei rollen verschiedene Schmuckstücke heraus. Sofort wird klar, dass sie die Diebin ist. Die Detektivin führt sie daraufhin ab.
In der Schlussszene sitzen nur noch der Architekturstudent und eine der Passagierinnen im Zug. Sie entdecken, dass der gestohlene Schmuck noch immer am Boden liegt. Der Architekturstudent hat eine Idee. Gemeinsam wollen sie den Schmuck verkaufen und mit dem Geld nach Bali reisen. Damit endet das Theaterstück mit einer überraschenden Wendung.
Kommentar von Kim
Meiner Meinung nach ist das Theaterstück sehr gut gelungen. Man merkte, dass sich die beiden Neuntklässlerinnen Emma und Yamina viel Mühe gegeben haben. Besonders bemerkenswert ist, dass sie nicht nur Regie geführt, sondern auch selbst mitgespielt haben. Die Handlung war spannend und die Schauspielerinnen und Schauspieler überzeugten in ihren Rollen. Ab und zu hätte ich mir jedoch gewünscht, dass einige von ihnen etwas deutlicher gesprochen hätten.
Text: Kim Marti, Kantonsschule Solothurn
Fotos: Ümmet-Ali Zilkifli & Leticia Sienicki, Kantonsschule Solothurn