Erinnerungen
Mit 21 Schüler:innen wird in fünf einzelnen, voneinander getrennten Szenen eine Zeitreise vorgeführt. Die «Erwachsenen» finden in Kartonkisten einen Gegenstand aus der Vergangenheit. Sie reisen in diese Zeitzurück und erinnern sich, was es mit dem gefundenen Gegenstand auf sich hat.
6. Klasse, Bellach
Leitung: Linda Walter
Theaterpädagogin: Martina Mercatali
«Weisch no?» Mit diesem Zitat startet das Theaterstück der 6. Klasse aus Bellach. 21 Schüler:innen betreten die Bühne. «Weisch no?» hört man sie leise murmeln. Eine Schauspielerin steht am Bühnenrand und sagt mit lauter Stimme «Hesch das scho vergesse?». So wird auf die Vergangenheit angespielt. Thomas und seine vier Kollegen essen Bratwürste. Einem fällt auf, dass das Bier fehlt. Er holt es im Keller. Hinter dem Vorhang wird eine alte Kartonkiste gefunden, in der ein Controllerpokal ist. Die Freunde erinnern zurück... Das Licht wird dunkler und wir reisen mit den fünf in die Vergangenheit zum Fortnite Final Wettkampf. Auf der linken Bühnenhälfte hat sich das Team Olaf eingerichtet und auf der rechten ist das Team Shakur bereit zu gewinnen. Der Wettkampf beginnt und die vier Teilnehmer sind hochkonzentriert. Thomas verkündet nach Ablauf der Zeit den Gewinner: Team Olaf. Das Team Shakur stiehlt den Pokal. Jedoch sieht Thomas auf den Kameravideos, wer der Dieb ist. Team Olaf bekommt den Pokal und einen Geldcheck im Wert von 2000.–. Das Licht wird gedämmt und die Bühne umgestaltet. Auf der Bühne steht ein Kleiderständer. Lisa sucht im Zimmer ihrer älteren Schwester Linn ein Kleid für ihre Abschlussparty. Die mittlere Schwester Luisa hilft bei der Auswahl. Linn kommt wütend ins Zimmer, da die anderen ohne Einverständnis in ihren Kleidern wühlen. Sie finden eine alte Kartonkiste. In dieser sind drei Blusen. Die Mutter und ihre Töchter gehen ins Shoppy, um ein Kleid zu finden. Die Mutter macht es sich im Café gemütlich und die Schwestern gehen in den New Yorker. Dort finden sie gestreifte Blusen, welche sie bezahlen möchten. Allerdings fehlt der Verkäufer. So entscheiden sich die Schwester, die Blusen zu klauen. Es dunkelt wieder. Acht Schauspieler:innen stehen am Bühnenrand und geben, wie eine Kettenreaktion das Zitat vom Anfang «Weisch no?» von links nach rechts und wieder zurück.
Die dritte Szene beginnt jetzt. Meli und Lisa entdecken eine Kartonkiste, in der ein schwarzes Fotoalbum ist. Derweil sitzen Lina und ihr Grosi am Tisch und kleben Klassenfotos in das Album. Meli klopft und tritt ins Haus ein. Dabei spricht sie abwertend über Lina und wird aus dem Haus geworfen. Sekunden später klopft es erneut. Meli entschuldigt sich und hilft Lina die Fotos einzukleben. Die zwei verstehen sich blendend. Szenenwechsel. Am Bühnenrand sitzt ein Junge und lässt seine Füsse baumeln. Ein weiterer Junge mit zwei Eisteedosen setzt sich dazu. Beide haben gerade Kisten gepackt, um zu zügeln. Nur eine Kiste steht noch im Wohnzimmer. Sie öffnen diese Kiste und finden eine Trinkflasche. Diese erinnert sie an einen ungelösten Fall. Es dunkelt ab. Ein Beatboxer zeigt eine Darbietung, trinkt aus der Flasche und stirbt. Ein dreiköpfiges Team aus Sanitäter und Hauptkommissar übernehmen den Fall. Einen Täter finden diese jedoch nicht. Der Polizist, welcher Fingerabdrücke genommen hat, bemerkt Gift in der Flasche. Die Bühne steht mittlerweile im Dunkeln und die letzte Szene beginnt. Drei Freunde stehen im Kreis. Ein Junge fischt ein Handy mit einer rosa Hülle aus seiner Jackentasche. Dieses gehört seiner Kollegin. An dieses Handy haben die drei Freunde schlechte Erinnerungen. Mit dem Jackenausziehen wird die Reise in die Vergangenheit dargestellt. Zu dritt sitzen die drei Freunde an einem Tisch und auf dem Handy ploppt eine Nachricht auf, in der steht, dass sie das Haus verlassen sollen. Merkwürdig ist dabei die Grussformel «LG Ihre Polzei». Das Licht geht aus und das Mädchen wird von hinten angegriffen. Das Licht erscheint wieder und eine Einbrecherin liegt auf dem Boden. Die Polizei trifft vor Ort ein und will zuerst den Code für den Tresor wissen. Die Einbrecherin wird festgenommen und ohne Handschellen abgeführt. Klar wird, Polizist und Einbrecherin kennen sich und haben einen Einbruch geplant. Am Ende des Theaterstücks versammeln sich die Schauspieler:innen der 6. Klasse aus Bellach am Bühnenrand und geniessen den Applaus.
Kommentar von Vera
Mein Lieblingsmoment während des Stücks war das Beatboxing. Dies kam sehr unerwartet. Auch die einzelnen Geschichten waren komplett unterschiedlich und spannend auf ihre eigene Weise.
Text: Vera Späti, Kantonsschule Solothurn
Fotos: Rea Thalmann & Ennio Massoni, Kantonsschule Solothurn