Die Legende der Steine
Wenn man das Wort Stein hört, denken wohl Viele, das sei ein langweiliges Thema. Doch in der Szenen-Collage der Klasse 4b aus Schönenwerd wurde gezeigt, dass Steine – mit Fantasie – zu einem Buch, einem Spiel, einer Mandarine oder weiteren Dingen werden. Zusätzlich wurde verkörpert, wie sich Steine bewegen und dass auch Menschen sich in Steinen verwandeln können.
4. Klasse, Schönenwerd
Leitung: Claudia Tscharland
Theaterpädagogin: Carina Bührer
Um das Thema der Steine eindrücklich darzustellen, hat die Klasse im Vorfeld Steine gebastelt und weisse T-Shirts steinartig eingefärbt. Zu Beginn des Stücks kommt einer nach dem anderen nach vorne, betrachtet den Steinhaufen und sieht ihn verwirrt an. Dann hebt ein Mädchen einen Stein auf und sagt: «Das ist ein Teddybär.» Die anderen sagen der Reihe nach: «Das ist eine Mandarine, ein Föhn, eine Fotokamera, ein Buch oder ein Stuhl.» Wie der Stein verwendet wird, wird zusätzlich von anderen Kindern mit Bewegungen und Geräuschen verkörpert.
In der darauffolgenden Szene bekommt jeder einen Stein. Die Kinder laufen durcheinander, jemand stoppt und ruft laut «Steinbock», die anderen im Hintergrund scharren und springen wie Steinböcke herum. Dies macht die Klasse mit einigen Begriffen, vom Edelstein bis zur Steinzeit.
Danach sind alle erschöpft und machen eine Pause. Sie legen ihren Stein an die Aare, welche durch den Bühnenrand dargestellt wird. Das Lied «Timber» beginnt und die Kinder tanzen kleine Choreos, welche meist mit einer gemeinsamen Pose oder Bewegung enden.
Die Szenen-Collage wird ergänzt mit vier kurzen Geschichten. Drei Mädchen finden einen Teil eines Glitzersteins. Jedoch wird dieser von zwei Jungs gestohlen. Um den Stein zurückzubekommen, haben sich die Mädchen etwas überlegt. Eines der Mädchen ruft laut: «Da ist eine Maus!» Die Jungs erschrecken und lassen den Stein fallen. Die zweite kleine Geschichte beginnt damit, dass ein Mädchen mit schwarzen Haaren in der Mitte sitzt. Sie stellt ein Feuer dar. Die anderen vier Kinder wollen das Feuer anfachen. Dazu teilen sie sich verschiedene Aufgaben zu. Der blonde Junge findet einen Stein und sagt zu den anderen: «Das ist ein spezieller Stein.» Der andere Junge sagt: «Nein, das ist ein Kieselstein.» Dann sagt ein Mädchen: «Nein, das ist ein Glitzerstein.» Zum Schluss sagt das kleine Mädchen mit blonden Haaren: «Das ist ein Feuerstein.» Alle anderen sagen «ahhh» und sie suchen zusammen einen zweiten Feuerstein, um das Feuer kräftiger zu machen, dies gelingt ihnen dann auch.
Die nächste Geschichte wird vorgelesen von einem Mädchen mit Brille und langen Haaren. Es geht darum, wie fünf Freunde an der Aare sind und Kieselsteine finden. Sie nehmen sie nach Hause und finden sie am nächsten Tag alle nicht mehr. Schlussendlich finden sie sie wieder an der Aare, alle in einem Kreis. Als die Kinder die Steine aufheben, fangen die Steine an, sich zu bewegen. Die Kinder verstehen, dass die Steine wieder in die Aare zu ihren Steinfamilien wollen, und verabschieden sich.
In der letzten Geschichte wird aufgezeigt, wie der Stein Freunde zusammenbringt. Am Anfang spielen zwei Mädchen Schere, Stein, Papier, ein weiteres Mädchen möchte mitspielen, da man das Spiel aber nicht zu dritt spielen kann, holt sie noch mehr Kinder und sie spielen alle gemeinsam mit dem Stein.
Als Nächstes gibt es eine kleine Gesangseinlage zum passenden Lied «Chliini Händ» von Kunz, auch hier wird das Ganze mit Bewegungen unterstützt.
Danach erklingt ein Klavier und die Kinder bewegen sich organisch von hinten nach vorne und wieder zurück, dann das Gleiche mit Hüpfen und nochmals mit Drehen und Rollen. Dann geben sie sich die Hände, bilden einen Kreis und laufen zuerst in die eine Richtung und dann in die andere. Der Kreis löst sich jedoch, manche fallen zu Boden, bis schlussendlich alle am Boden liegen. Für das Schlussbild bilden alle zusammen einen Steinhaufen.
Kommentar von Naemi
Ich fand die Szenen-Collage der Klasse sehr spannend. Es hat mich überrascht, dass Steine so spannend werden können. Auch die verschiedenen Verkörperungen, wie die kleinen Choreos, das Singen oder das Reinrufen der Wörter, machten das Ganze lebendig. Am besten hat mir das Singen von «Chliini Händ» gefallen, da es sehr zum Thema passt.
Text: Naemi Binggeli, Kantonsschule Olten
Fotos: Jennifer Thai, Kantonsschule Olten