Achtung! Liebespaar in Gefahr
«Aww, wie süss!» – In der Klasse bahnt sich eine Liebesgeschichte an, doch nicht alle sind glücklich. Ein fieser Plan mit Klippen und Vergessensspritzen soll Lars und Sarah trennen. Wenn Mädchen gegen Jungs kämpfen, wird der Schulalltag zum Drama. Doch Mitleid und Schoggistängeli retten zum Glück den Tag!
6. Klasse, Olten
Leitung: Tom Herrmann & Irene Triches
Theaterpädagogin: Manuela Glanzmann
Schulbeginn. Nach und nach trudeln die Schülerinnen und Schüler is Klassenzimmer ein. Man erkennt sofort die verschiedenen Rollen: Da gibt es die engagierten Mädchen, die pflichtbewusst ihre Hausaufgaben abgeben, und die coolen Kids, die nichts vorbereitet haben. Lars, mit einem Liebesbrief in der Hand, setzt sich zu Sarah und gibt ihn ihr. Als Letzte kommen die restlichen Jungs laut schwatzend rein und setzen sich in die hinteren Reihen. Nun beginnt der Unterricht bei der Stellvertretung, Herrn Wissmann. Die Begeisterung hält sich in Grenzen, besonders als er einen Mathematiktest ankündigt. Carlotta, die zu spät kommt, will sich zu den Jungs setzen, wird dort aber mit einem angeekelten «Iiih!» empfangen. Schliesslich findet sie einen Platz bei den Mädchen. Nach zehn Minuten, die sich wie zehn Sekunden anfühlen, ist der Test vorbei. Nun stellt er noch ein paar Rechenaufgaben. Auf die Frage, was «60 plus 7» ergibt, ertönt «Six-Seven!» durch den Raum.
Nach dem Unterricht heisst es endlich: «Pauseeeeeee!». Der Song «Lush Life» widerspiegelt die ausgelassene Stimmung: Die Mädchen spielen Klatschspiel, andere flippen Panini-Bilder und die Jungs-Gruppe spielt Fussball. Doch dann: Freeze! Wie in Zeitlupe gehen Sarah und Lars aufeinander zu. Die Melodie von «Falling in Love» erklingt auf dem Fagott und der Geige. Im Vorbeigehen berühren sich ganz flüchtig ihre Hände.
Sofort herrscht Gemurmel auf dem Pausenhof: «Oohh wie süesss!» oder «Er het ihre sogar e Liebesbrief gä». Als sich die Verliebten auf eine Bank setzen, nutzt Urs seine Chance. Er will Sarah schon seit dem Kindergarten und drängt sich eifersüchtig dazwischen. Während Urs und Lars diskutieren, betrachtet die Mädchengruppe das Geschehen und fragt Sarah, ob sie mit ihnen etwas machen will, aber sie hat nur noch Augen für Lars. Genauso wie Lars nur noch Augen für sie hat.
Verletzt darüber, dass ihre Freundin kaum mehr Zeit für sie hat, entwickeln die Mädchen und Urs einen Plan, um das Paar zu trennen. Wenn Lars und Sarah später spazieren gehen, soll Urs Lars von einer Klippe stürzen, während die Mädchen Sarah eine Vergessensspritze verpassen. Die Jungs-Gruppe belauscht den Plan und beschliesst, ihnen heimlich zu folgen.
Im Wald bewundert Lars die schönen Blumen, die «so blau wie dini Auge» sind, als die anderen zuschlagen. Am Abgrund kommt es zum Kampf. Die Mädchen halten Sarah fest, während Urs Lars von der Bühne stürzt. Sarah bekommt die Vergessensspritze und fällt in Ohnmacht. «Das isch crazy», kommentieren die Jungs das Geschehen aus ihrem Versteck.
Als Sarah aufwacht, weiss sie nicht mehr, was passiert ist. Zwei Mädchen erzählen ihr die Lüge, dass Lars von der Klippe gestürzt und tot sei. Sarah glaubt ihnen zuerst nicht, fängt dann aber an zu weinen. Doch zwei andere Mädchen aus der Gruppe haben Mitleid und beichten ihr die Wahrheit. Gemeinsam suchen sie die Jungs-Gruppe auf, damit diese ihnen zeigt, wo Lars ist. Die Fussballfreunde helfen aber nicht umsonst: Erst als ihnen Schoggistängeli als Belohnung angeboten werden, führen sie die Truppe zur Stelle im Wald. Dort finden sie Urs und Lars – Sarah ist überglücklich.
Doch was sagt die Chefin der Mädchengruppe dazu, dass ihr Plan verraten wurde? Zuerst ist sie wütend, doch nach und nach sehen alle ein, dass sie fies waren und versöhnen sich mit Sarah. Die Jungs spielen mit Urs Fussball, die Mädchen ihr Klatschspiel und jeder bekommt ein Schoggistängeli. Es ist plötzlich so friedlich, dass alle beschliessen, eine Party zu feiern. Mit einer coolen Choreo und einer Konfettibombe wird gefeiert.
Den Abschluss bildet ein Zeitsprung: «20 Jahre später». Zum Hochzeitsmarsch betreten Sarah und Lars als Paar die Bühne, gefolgt von der gesamten Gruppe, die sich im Halbkreis aufstellt. Ein echtes Happy End!
Kommentar von Aleksija
Ich fand das Stück sehr unterhaltsam, vor allem wegen der perfekten Mischung aus Drama und Humor. Ich glaube, jeder von uns kennt das von früher, dass das Thema «Jungs gegen Mädchen» oft kompliziert sein kann, deshalb war die Story total realistisch. Man hat richtig gemerkt, wie viel Arbeit in der Musik – die Kombination aus Geige, Fagott – und in der ganzen Choreo am Ende steckte.
Text: Aleksija Milojevic, Kantonsschule Solothurn
Fotos: Lucienne Isch & Rea Thalmann, Kantonsschule Solothurn