Flow Movement
Fliessende Bewegungen. Choreografieren, sich bewegen und den Emotionen freien Lauf lassen. All dies geschieht im Workshop-Atelier Flow Movement. Der Workshopleiter Samirir Douch zaubert den tanzenden Schülerinnen und Schüler ein Lächeln aufs Gesicht. Es wird geschwitzt und improvisiert.
Leitung: Samiri Douch
Im Theatersaal ertönt sanfte Musik. Der Song «No Reason» von Bonobo wird abgespielt. Dabei bewegen sich alle Anwesenden mit fliessenden Bewegungen. Samirir Douch, professioneller Tänzer und Leiter des Ateliers, heisst die Klasse willkommen und stellt sich kurz vor. Danach tanzen alle frei und beachten die Anweisungen, welche Samirir gibt. «Hände nach oben», «Kopf nach hinten gleiten lassen», alle Bewegungen machen die Schüler:innen nach. Zwei Jungs beginnen zu streiten, was Samir gleich aufgreift. Er erklärt, dass sie die Emotionen im Tanz ausleben sollen und nicht durch gegenseitige Provokation «Füehlet d Musik und dr Beat», dies ist ein Kommentar von Samir. Wichtig bei Flow Movement ist die Musik. Der Körper soll gespannt der Musik folgen und performen. Worauf die Tänzer:innen achten müssen, sind die verschiedenen Ebenen oder «Levels». Eine interessante Choreografie besteht aus Schritten, welche zwischen den Ebenen wechseln. Das heisst zum Beispiel auf dem Boden, in den Knien oder in der Luft. Zwischen alten Portraits im Saal werden Grundschritte aus dem Breakdance geübt. Zuerst ist es entscheidend, aus seiner Komfortzone zu treten. Samir illustriert dies mit einem kleinen Viereck um die Füsse. Jeder Schritt soll aus diesem Viereck hinausführen. Als Erstes wird mit den Beinen gearbeitet. Nach vorne und diagonal vor den anderen Fuss. Dabei muss man im Flow sein und auf den Beat der Musik hören. Weitere Grundschritte, wie Drehungen und Jumps werden vorgezeigt. Anschliessend bilden sich Vierergruppen. Die ersten acht Takte einer Choreografie wurden von Samir vorgegeben. In den Gruppen ist nun die Aufgabe, die Tanzfolge zu erweitern. Es werden «hitzige» Schritte aneinandergefügt und geprobt. 15 Minuten später beginnen die Vorführungen. Gruppe um Gruppe zeigt ihr Gelehrtes. Der Tänzer hebt das Improvisieren hervor, «Es isch nie es Verlüre, sondern immer es Gwünne». Falsch kann man nichts machen. Samir ermutigt die Kinder und unterstützt sie. Zum Abschluss wird noch eine Übung mit Augenkontakt/Augenkommunikation gemacht. Auf der Bühne können die Darsteller:innen nicht sprechen. Mut, Selbstbewusstsein und Überzeugung müssen die Tänzer:innen ausstrahlen. Zum Auflockern wird das Lied «Billie Jean» von Michael Jackson abgespielt. Die lebendige Klasse tanzt frei im Raum umher. Ein Gefühl von Freiheit und Austreten aus der Komfortzone. Festgehalten wird der Workshop mit einem Gruppenfoto.
Kommentar von Vera
Die Freude auf Samirs Gesicht erkennte ich während den ganzen 90 Minuten. Ich merkte, dass dies seine Leidenschaft ist. Es war sehr heiss im Saal, doch die Schüler:innen haben gut mitgemacht und ihre Danceskills gezeigt.
Text: Vera Späti, Kantonsschule Solothurn
Fotos: Lucienne Isch, Ennio Massoni & Thanusjan Velupillai